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Häuser für die Kunst
Das Projekt
2027 feiern die Worpsweder Museen das 100-jährige Bestehen der Großen Kunstschau Worpswede. Unter dem Titel „Ein Fest für die Kunst! Worpswede feiert 100 Jahre Große Kunstschau“ entwickeln der Barkenhoff, die Große Kunstschau Worpswede, das Haus im Schluh und die Worpsweder Kunsthalle eine gemeinsame Jahresausstellung.
Ausgangspunkt des Jubiläums ist nicht allein der Blick zurück auf ein Jahrhundert Kunst- und Sammlungsgeschichte. Vielmehr nehmen die vier Museen das Jubiläum zum Anlass, grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von Kunst, Ort und Gemeinschaft aus heutiger Perspektive neu zu stellen. Worpswede ist historisch eng mit der Vorstellung einer Künstler:innenkolonie verbunden – mit Künstler:innen, die an einem gemeinsamen Ort gearbeitet und gelebt haben, sich ausgetauscht, gefeiert, miteinander und nebeneinander produzierten haben. Kunst entstand dabei wie so oft nicht ausschließlich im Atelier, sondern innerhalb sozialer Beziehungen, gemeinsamer Erfahrungen und in einer spezifischen Umgebung.
An diesem Punkt setzt das Stipendium Häuser für die Kunst an. Es nimmt das Jubiläum zum Anlass, danach zu fragen, unter welchen Bedingungen Kunst entsteht und welche Räume sie dafür braucht. Das Haus kann dabei ganz konkret als Ort des Arbeitens, Wohnens, Zeigens, Sammelns und Bewahrens verstanden werden – zugleich aber auch als soziale und institutionelle Struktur: als ein Gefüge von Beziehungen, Regeln, Zugehörigkeiten und Ausschlüssen, innerhalb dessen künstlerische Praxis ermöglicht, sichtbar und öffentlich wird.
Damit verbindet sich die Frage nach dem Verhältnis von individueller künstlerischer Praxis und Gemeinschaft. Wann entsteht aus einzelnen Positionen ein gemeinsamer Zusammenhang? Was verbindet Menschen, die zur gleichen Zeit an einem Ort arbeiten, leben oder ausstellen – und was trennt sie? Welche Formen von Nähe und Distanz, Austausch und Rückzug braucht künstlerische Arbeit? Und welche Rolle spielen dabei gemeinschaftlich genutzte Räume, informelle Begegnungen, Feste und Rituale? Denn auch das Fest lässt sich in diesem Zusammenhang als mehr verstehen als ein Anlass zum Feiern: als temporärer Raum, in dem Gemeinschaft hergestellt und Öffentlichkeit erzeugt wird, in dem sich Routinen und Rollen verschieben können. Zugleich wirft jede Form von Gemeinschaft Fragen nach Zugehörigkeit, Zugang und Teilhabe auf. Damit greift das Stipendium einen zentralen Gedanken des gemeinsamen Jahresprojekts auf: Kunst entsteht nicht allein, sondern immer auch im Verhältnis zu einem Ort, einer Gemeinschaft und einem Publikum etc.
Häuser für die Kunst lädt dazu ein, diese Zusammenhänge aus einer gegenwärtigen künstlerischen Perspektive zu untersuchen. Wie sehen Orte aus, an denen Kunst heute entstehen kann? Welche materiellen, sozialen und institutionellen Bedingungen braucht künstlerische Arbeit? Und welche Formen des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens können daraus entstehen?
Der Titel des Stipendiums ist dabei als Anstoß gebend zu verstehen und sollte nicht wortwörtlich gelesen werden. Das Stipendium sucht keine Illustration der Worpsweder Kunstgeschichte und keine künstlerische Antwort auf eine vorgegebene These. Das gemeinsame Jahresprojekt der Museen bildet vielmehr die thematische Folie für eine eigenständige künstlerische Recherche.
Das Stipendium Zu diesem Zweck vergeben der Worpsweder Museumsverbund und die Künstler:innenhäuser Worpswede gemeinsam das dreimonatige Arbeitsstipendium Häuser für die Kunst.
Das Stipendium findet vom 1. Februar bis 30. April 2027 in den Künstler:innenhäusern Worpswede statt. Es umfasst ein Wohnatelier sowie einen Lebens-, Material- und Reisekostenbeitrag in Höhe von insgesamt 2.500 Euro pro Monat.
Während des Aufenthalts ist eine inhaltliche und organisatorische Betreuung durch die künstlerische Leitung der Künstler:innenhäuser Worpswede sowie ein Austausch mit dem Worpsweder Museumsverbund vorgesehen.
Eine Beteiligung an der Jahresausstellung „Ein Fest für die Kunst!“ kann sich aus dem Arbeitsprozess ergeben und wird gemeinsam mit den Stipendiat:innen und dem Museumsverbund entschieden. Das Stipendium ist kein Werkauftrag. Es besteht weder die Verpflichtung, während des Aufenthalts eine neue Arbeit zu produzieren, noch an der Ausstellung teilzunehmen. Im Mittelpunkt stehen die künstlerische Recherche und Praxis sowie die Möglichkeit, Worpswede für drei Monate als Arbeits-, Lebens- und Denkraum zu nutzen.
Die Bewerbung Die Ausschreibung richtet sich an professionell arbeitende Künstler:innen sowie Kollektive. Erwartet werden ein Abschluss an einer Kunsthochschule oder einer vergleichbaren Einrichtung und/oder der Nachweis einer dauerhaften professionellen künstlerischen Tätigkeit. Es besteht weder eine Einschränkung hinsichtlich des Wohn- oder Aufenthaltsortes noch hinsichtlich künstlerischer Ansätze, oder des Alters.
Kinder bzw. Lebenspartner:innen sind nach Absprache und gegen einen kleinen Nebenkostenzuschuss herzlich willkommen.
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung unter folgender Mailadresse: office@kh-worpswede.de
Bitte reichen Sie folgende Unterlagen im PDF-Format (max. 15 MB) ein: eine kurze Annäherung an das Thema bzw. eine Projektskizze Lebenslauf bzw. bei Kollektiven Kurzbiografien der Beteiligten Portfolio des bisherigen künstlerischen Schaffens
Einsendeschluss ist der 06. November 2026. Die Entscheidung über die Vergabe des Stipendiums wird noch in 2026 bekannt gegeben.
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Das Projekt
2027 feiern die Worpsweder Museen das 100-jährige Bestehen der Großen Kunstschau Worpswede. Unter dem Titel „Ein Fest für die Kunst! Worpswede feiert 100 Jahre Große Kunstschau“ entwickeln der Barkenhoff, die Große Kunstschau Worpswede, das Haus im Schluh und die Worpsweder Kunsthalle eine gemeinsame Jahresausstellung.
Ausgangspunkt des Jubiläums ist nicht allein der Blick zurück auf ein Jahrhundert Kunst- und Sammlungsgeschichte. Vielmehr nehmen die vier Museen das Jubiläum zum Anlass, grundlegende Fragen nach dem Verhältnis von Kunst, Ort und Gemeinschaft aus heutiger Perspektive neu zu stellen. Worpswede ist historisch eng mit der Vorstellung einer Künstler:innenkolonie verbunden – mit Künstler:innen, die an einem gemeinsamen Ort gearbeitet und gelebt haben, sich ausgetauscht, gefeiert, miteinander und nebeneinander produzierten haben. Kunst entstand dabei wie so oft nicht ausschließlich im Atelier, sondern innerhalb sozialer Beziehungen, gemeinsamer Erfahrungen und in einer spezifischen Umgebung.
An diesem Punkt setzt das Stipendium Häuser für die Kunst an. Es nimmt das Jubiläum zum Anlass, danach zu fragen, unter welchen Bedingungen Kunst entsteht und welche Räume sie dafür braucht. Das Haus kann dabei ganz konkret als Ort des Arbeitens, Wohnens, Zeigens, Sammelns und Bewahrens verstanden werden – zugleich aber auch als soziale und institutionelle Struktur: als ein Gefüge von Beziehungen, Regeln, Zugehörigkeiten und Ausschlüssen, innerhalb dessen künstlerische Praxis ermöglicht, sichtbar und öffentlich wird.
Damit verbindet sich die Frage nach dem Verhältnis von individueller künstlerischer Praxis und Gemeinschaft. Wann entsteht aus einzelnen Positionen ein gemeinsamer Zusammenhang? Was verbindet Menschen, die zur gleichen Zeit an einem Ort arbeiten, leben oder ausstellen – und was trennt sie? Welche Formen von Nähe und Distanz, Austausch und Rückzug braucht künstlerische Arbeit? Und welche Rolle spielen dabei gemeinschaftlich genutzte Räume, informelle Begegnungen, Feste und Rituale? Denn auch das Fest lässt sich in diesem Zusammenhang als mehr verstehen als ein Anlass zum Feiern: als temporärer Raum, in dem Gemeinschaft hergestellt und Öffentlichkeit erzeugt wird, in dem sich Routinen und Rollen verschieben können. Zugleich wirft jede Form von Gemeinschaft Fragen nach Zugehörigkeit, Zugang und Teilhabe auf. Damit greift das Stipendium einen zentralen Gedanken des gemeinsamen Jahresprojekts auf: Kunst entsteht nicht allein, sondern immer auch im Verhältnis zu einem Ort, einer Gemeinschaft und einem Publikum etc.
Häuser für die Kunst lädt dazu ein, diese Zusammenhänge aus einer gegenwärtigen künstlerischen Perspektive zu untersuchen. Wie sehen Orte aus, an denen Kunst heute entstehen kann? Welche materiellen, sozialen und institutionellen Bedingungen braucht künstlerische Arbeit? Und welche Formen des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens können daraus entstehen?
Der Titel des Stipendiums ist dabei als Anstoß gebend zu verstehen und sollte nicht wortwörtlich gelesen werden. Das Stipendium sucht keine Illustration der Worpsweder Kunstgeschichte und keine künstlerische Antwort auf eine vorgegebene These. Das gemeinsame Jahresprojekt der Museen bildet vielmehr die thematische Folie für eine eigenständige künstlerische Recherche.
Das Stipendium Zu diesem Zweck vergeben der Worpsweder Museumsverbund und die Künstler:innenhäuser Worpswede gemeinsam das dreimonatige Arbeitsstipendium Häuser für die Kunst.
Das Stipendium findet vom 1. Februar bis 30. April 2027 in den Künstler:innenhäusern Worpswede statt. Es umfasst ein Wohnatelier sowie einen Lebens-, Material- und Reisekostenbeitrag in Höhe von insgesamt 2.500 Euro pro Monat.
Während des Aufenthalts ist eine inhaltliche und organisatorische Betreuung durch die künstlerische Leitung der Künstler:innenhäuser Worpswede sowie ein Austausch mit dem Worpsweder Museumsverbund vorgesehen.
Eine Beteiligung an der Jahresausstellung „Ein Fest für die Kunst!“ kann sich aus dem Arbeitsprozess ergeben und wird gemeinsam mit den Stipendiat:innen und dem Museumsverbund entschieden. Das Stipendium ist kein Werkauftrag. Es besteht weder die Verpflichtung, während des Aufenthalts eine neue Arbeit zu produzieren, noch an der Ausstellung teilzunehmen. Im Mittelpunkt stehen die künstlerische Recherche und Praxis sowie die Möglichkeit, Worpswede für drei Monate als Arbeits-, Lebens- und Denkraum zu nutzen.
Die Bewerbung Die Ausschreibung richtet sich an professionell arbeitende Künstler:innen sowie Kollektive. Erwartet werden ein Abschluss an einer Kunsthochschule oder einer vergleichbaren Einrichtung und/oder der Nachweis einer dauerhaften professionellen künstlerischen Tätigkeit. Es besteht weder eine Einschränkung hinsichtlich des Wohn- oder Aufenthaltsortes noch hinsichtlich künstlerischer Ansätze, oder des Alters.
Kinder bzw. Lebenspartner:innen sind nach Absprache und gegen einen kleinen Nebenkostenzuschuss herzlich willkommen.
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung unter folgender Mailadresse: office@kh-worpswede.de
Bitte reichen Sie folgende Unterlagen im PDF-Format (max. 15 MB) ein: eine kurze Annäherung an das Thema bzw. eine Projektskizze Lebenslauf bzw. bei Kollektiven Kurzbiografien der Beteiligten Portfolio des bisherigen künstlerischen Schaffens
Einsendeschluss ist der 06. November 2026. Die Entscheidung über die Vergabe des Stipendiums wird noch in 2026 bekannt gegeben.
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