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Reibung als Ressource - Studie „Worpswede Contemporary“
Die Studie fragt nach Orten und Räumen künstlerischer Praxis – gestern, heute und im Vergleich mit Worpswede, Deutschland, Europa und der Welt – und entwirft daraus eine Minimalstruktur für die Künstler:innenhäuser. Beginnend mit dem Ursprung dieses Ortes, der aus der Suche nach künstlerischen Freiräumen entstand - als Versuch, sich von den Strukturen der Akademien und den sozialen Konventionen des Bürgertums zu lösen. Künstler:innengemeinschaften, so die These des Projektbüros „versuchen diese Balance zu finden: genug Gemeinschaft, um Inspiration zu ermöglichen, aber genug Freiheit, damit individuelle Kreativität nicht erstickt.” Einige der Thesen der Potenzialanalyse für die Künstler:innenhäuser:
- Gegenwärtige, künstlerische Praxis braucht Schutzräume
- Sichtbarkeit ist eine Frage von Macht, nicht von Qualität
- Residenzen funktionieren
- Fehlende Netzwerke verhindern nachhaltige Wirkung
- Gegenwartskunst konkurriert nicht mit Tradition, sondern mit Vereinfachung
- Ohne Konflikt keine Relevanz
- Die eigentliche Ressource ist nicht Publikum, sondern Vertrauen
Den Schlusspunkt der Arbeit bildet eine Entwicklungsperspektive für die Künstler:innenHäuser Worpswede. Die klar entwickelte Gestaltung unterstützt dabei den offenen Charakter des Konzepts: Anstelle eines ausgefeilten Maßnahmenkatalogs entwirft sie eine Minimalstruktur, die „nicht detailliert, was geschehen soll, sondern einen Rahmen schafft, innerhalb dessen sich unterschiedliche Praktiken entfalten können". Ein kleines, handlungsfähiges organisatorisches Gerüst könne ausreichen, um künftig vermehrt Austausch zu ermöglichen, Ressourcen zu bündeln und Projekte sichtbar zu machen. Vor Ort empfehlen die Autoren dazu neben der Weiterentwicklung der Baupläne der KH, einer Fortführung des Sommerfests als zentralem Knotenpunkt gegenwärtiger künstlerischer Praxis, der Verstetigung und Transformation von Haus 6 als kooperativen Prozess sowie die Intensivierung eines Netzwerks gegenwärtiger künstlerischer Praxis in Deutschland, Europa und der Welt.
„Historische Künstlerorte dürfen nicht zu Kulissen ihrer eigenen Vergangenheit werden. Sie bleiben nur dann relevant, wenn sie den Mut haben, ihre Geschichte durch gegenwärtige künstlerische Praxis fortzuschreiben”, sagt Philine Griem, künstlerische Leitung der KHW: „Geschichte macht einen Ort bedeutsam. Lebendig bleibt er jedoch nur, wenn neue Kapitel entstehen. Diese Untersuchung möchte einen Beitrag dazu leisten, ein solches neues Kapitel für Worpswede aufzuschlagen."
Programm Sommerfest 2026
Sommerfest 2026 in den Künstler:innenhäusern
Tagung, 11.-13. Juni 2026, Worpswede
Klangkunst: Deaf Moor - silence is nice … but …
Soft Soil – Ecopoetic Conversations
Plural
Säulen der Demokratie
Programm Sommerfest 2025
Ankündigung Sommerfest in den Künstler:innenhäusern
Die Studie fragt nach Orten und Räumen künstlerischer Praxis – gestern, heute und im Vergleich mit Worpswede, Deutschland, Europa und der Welt – und entwirft daraus eine Minimalstruktur für die Künstler:innenhäuser. Beginnend mit dem Ursprung dieses Ortes, der aus der Suche nach künstlerischen Freiräumen entstand - als Versuch, sich von den Strukturen der Akademien und den sozialen Konventionen des Bürgertums zu lösen. Künstler:innengemeinschaften, so die These des Projektbüros „versuchen diese Balance zu finden: genug Gemeinschaft, um Inspiration zu ermöglichen, aber genug Freiheit, damit individuelle Kreativität nicht erstickt.” Einige der Thesen der Potenzialanalyse für die Künstler:innenhäuser:
- Gegenwärtige, künstlerische Praxis braucht Schutzräume
- Sichtbarkeit ist eine Frage von Macht, nicht von Qualität
- Residenzen funktionieren
- Fehlende Netzwerke verhindern nachhaltige Wirkung
- Gegenwartskunst konkurriert nicht mit Tradition, sondern mit Vereinfachung
- Ohne Konflikt keine Relevanz
- Die eigentliche Ressource ist nicht Publikum, sondern Vertrauen
Den Schlusspunkt der Arbeit bildet eine Entwicklungsperspektive für die Künstler:innenHäuser Worpswede. Die klar entwickelte Gestaltung unterstützt dabei den offenen Charakter des Konzepts: Anstelle eines ausgefeilten Maßnahmenkatalogs entwirft sie eine Minimalstruktur, die „nicht detailliert, was geschehen soll, sondern einen Rahmen schafft, innerhalb dessen sich unterschiedliche Praktiken entfalten können". Ein kleines, handlungsfähiges organisatorisches Gerüst könne ausreichen, um künftig vermehrt Austausch zu ermöglichen, Ressourcen zu bündeln und Projekte sichtbar zu machen. Vor Ort empfehlen die Autoren dazu neben der Weiterentwicklung der Baupläne der KH, einer Fortführung des Sommerfests als zentralem Knotenpunkt gegenwärtiger künstlerischer Praxis, der Verstetigung und Transformation von Haus 6 als kooperativen Prozess sowie die Intensivierung eines Netzwerks gegenwärtiger künstlerischer Praxis in Deutschland, Europa und der Welt.
„Historische Künstlerorte dürfen nicht zu Kulissen ihrer eigenen Vergangenheit werden. Sie bleiben nur dann relevant, wenn sie den Mut haben, ihre Geschichte durch gegenwärtige künstlerische Praxis fortzuschreiben”, sagt Philine Griem, künstlerische Leitung der KHW: „Geschichte macht einen Ort bedeutsam. Lebendig bleibt er jedoch nur, wenn neue Kapitel entstehen. Diese Untersuchung möchte einen Beitrag dazu leisten, ein solches neues Kapitel für Worpswede aufzuschlagen."
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