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Programm Sommerfest 2026
Däubler & Däubler
Manche Begegnungen werden mit der Zeit zu einer schönen Gewohnheit. Oder besser: zu einer wiederkehrenden Unterbrechung des Alltags. Däubler & Däubler sind zurück in den Künstlerinnenhäusern Worpswede. Wieder einmal nutzen sie die Zeit hier, um an neuen Kompositionen zu arbeiten. Und wieder einmal verschob sich die Grenze zwischen Arbeitsprozess und Öffentlichkeit ganz beiläufig.

Nina Kristine Kreiner
Nina Kristine Kreiner verwebt digitale Welten mit Leingarn zu Webbildern. Seit 2020 verbindet die Bremer Künstlerin Bildweberei in traditioneller Gobelintechnik mit Motiven aus der digitalen Gegenwart. Für sie ist Bildweben ein Malen mit Fäden, ohne Malerei zu imitieren. Ihre Arbeiten entstehen sehr langsam und mit Geduld aus persönlichen Beobachtungen, alltäglichen Dingen, Trauerbewältigung und auch allem, was Spaß macht. Humor und Trauer dürfen sich dabei ruhig und widerholend begegnen – genauso wie das Unperfekte.

Marcel Werner Naumann
Gegründet von Marcel Werner Naumann mit einer klaren Vision: In einer Welt, in der Konflikte und Spaltung allgegenwärtig sind, bewusst ein Zeichen für frieden, Liebe, Respekt und Zusammenhalt zu setzen. frieden worldwide steht für Menschen, die verbinden statt trennen, Liebe statt Hass verbreiten und daran glauben, dass echter Wandel bei jedem Einzelnen beginnt. Es geht nicht nur darum, Kleidung zu tragen. Es geht darum, eine Botschaft zu tragen. Güte ist keine Schwäche. Güte ist Stärke.

Sarasvati Dasi
Sarasvati Dasi ist Multi-Instrumentalistin und Produzentin/DJ. In ihrer Musik verwebt sie elektronische Klangwelten mit Violine und Gesang zu einem lebendigen Zusammenspiel aus elektronischer Produktion und live improvisierten Momenten.

Projektbüro
Release: „Worpswede Contemporary“ beim Sommerfest Projektbüro hat die Broschüre „Worpswede Contemporary. Kunst im ländlichen Raum: Potenzialanalyse Künstler:innenhäuser Worpswede“ erarbeitet und stellt sie zum Sommerfest vor. Die Studie fragt nach Orten und Räumen künstlerischer Praxis – gestern, heute und im Vergleich mit Worpswede, Deutschland, Europa und der Welt – und entwirft daraus eine Minimalstruktur für die Künstler:innenhäuser. Mit Auszügen aus „Weiterbauen“ von raumlaborberlin, einer Fotostrecke von Miguel Ferraz Araújo und Gesprächen von Dominique Peck und Lisa Marie Zander (projektbüro) u. a. mit Philine und Bhima Griem, sowie mit Merle Radtke (Kunsthalle Münster), Imke Schumacher-Reichert (Worpsweder Museumsverbund), Julia Draganović (Deutsche Akademie Rom Villa Massimo) und Andreas Spechtl (Musiker, Ja, Panik).

Hans Mailand
Schöne Geste von Hans Mailand! Nach Jahren auf der Ersatzbank lässt sich der Musiker mit den markanten Vibes mal wieder einwechseln um die Herzen des Publikums im Sturm zu erobern: patzige Melodien und kerniger Gesang geben den Beat vor. Nach all den Erfolgen noch immer ein Geheimtipp. Gespielt werden die alten Klassiker und unveröffentliches Material. Einmal um die Welt mit Hans Mailand: From somewhere over the rainbow to Worpswede!

Ben Polhill Frizbee
Ben Polhill Frizbee is a London-based sound worker. As one third of „Into the Moss“ (www.intothemoss com), a weekly radio intervention on London’s Resonance FM, drifting through original story, song and sound, Frizbee will be digging deep into his mossy pockets, playing shimmering gems from the fridges of disco; hot house clangers; viable electro-funk; gleaming, choppy EBM & new beat; and acid-inflected shop-floor jams.

Marina Naprushkina
Marina Naprushkina ist eine interdisziplinäre Künstlerin. Sie entwickelt Netzwerke, Strukturen und Räume, die auf Selbstorganisation basieren, und arbeitet sowohl in institutionellen als auch in unabhängigen Kontexten. Sie arbeitet medienübergreifend mit Malerei, Video und Text und verbindet künstlerische Forschung mit langfristiger Infrastrukturarbeit. Im Jahr 2007 gründete sie das Office for Anti-Propaganda, eine Plattform zur kritischen Untersuchung von Machtverhältnissen und der in nationalstaatlichen Strukturen verankerten Gewalt. Naprushkina untersucht Möglichkeiten und Formen der Resilienz, feministische Narrative und Care-Netzwerke, geprägt von intersektionaler und feministischer Kritik.

Stefan Panhans and Andrea Winkler
Since 2016, Stefan Panhans and Andrea Winkler have been working together on transdisciplinary films and video installations whose cinematic moments combine performative with dialogical and musical elements and, expanded into expansive stagings in exhibitions, become hybrid spaces of experience. Phenomena of immaterial work, the self-optimization imperative, hypermediatization and the resurgence of right-wing ideologies shape their works, as do digitalization under the conditions of a backlash towards neo-feudal capitalism and its social and socio-political effects. Formal references to mainstream forms of entertainment such as the musical, streaming series or gaming are cited, but at the same time subverted. Their works are frequently shown and awarded internationally in exhibitions and at film festivals. In 2025/26, they were awarded with the most prestigious award for German artists and artists working in Germany, the Rome Prize Villa Massimo.

Komek
Die Forschungsarbeit Komek folgt den Wegen des Wassers durch Karakalpakstan, Usbekistan. Aus Fotografien, Gesprächen, dokumentarischen Recherchen und gemeinsamem Arbeiten entsteht eine Annäherung an eine Landschaft, deren ökologische Transformation neue Fragen nach territorialem Wissen, Biodiversität und Fürsorge aufwirft. Im Mittelpunkt stehen hyperlokale Praktiken, die Landschaft nicht als Ressource, sondern als lebendiges Beziehungsgeflecht verstehen. Wie bewahren Gesten das Wissen einer Landschaft? Sophie Stanitzek arbeitet an der Schnittstelle von Designforschung, Materialpraxis und hyperlokalem Handwerk. Für Komek lebte und arbeitete sie in der Aralsee-Region Karakalpakstans. Komek Team: Martina Manterola, Sarthak Chakraborty, Makhset Maxmudovich, Sophie Stanitzek (KOMEK entstand im Auftrag von ACDF Usbekistan) Fotos: Sarthak Chakraborty

Otto-Hahn-Straße, Dachau-Ost
Der in Berlin lebende Fotograf Wolfram Hahn wurde bekannt durch die Portraitserien „Entzaubert (2006)“ und „Into the Light (2014-15)“. Beide Arbeiten sind kritische Auseinandersetzungen mit der Nutzung von Medien und der Verortung des Subjekts im sozialen Gefüge. Seine Werke „Plastiktüten (2014-15)“ und „Burgbergstrasse (2017-19)“sind beide im Vexer Verlag erschienen, ersteres unter dem Werktitel „Draussen Dehors Outside“. Sie zeugen von unmittelbarem Einfluss von Ökonomie und Politik auf unser Leben und unsere Umwelt. Hahn wurde für verschiedenste Preise nominiert, unter anderem für den C/O Berlin Talents Award (2007), den World Press Photo Award (2011), den Deutschen Fotobuchpreis (2017) und den Volumes Award (2022). In der Arbeit „Otto-Hahn-Strasse, Dachau-Ost“, beschäftigt sich Wolfram Hahn mit den Oberflächen und Strukturen kapitalistischer Architekturen und Gebäuden der NS-Zwangsarbeit in Dachau und untersucht die Objekte und Räume in direkter Gegenüberstellung nach möglichen Kontinuitäten. Die Fotografien sind 2025 während eines zweiwöchigen Aufenthaltes im Rahmen des Euro-Arts-Stipendiums entstanden und werden nun zum ersten Mal auf dem Sommerfest zu sehen sein.

Vincent Marinovic
Vincent Marinovic is a musician, artist, and quizmaster based in Worpswede and actively involved with Haus 6. For this year’s Summer Festival, he leaves his former DJ alias behind and performs simply under his own name: Vincent Marinovic. Expect a selection of long-forgotten disco and folk summer hits—songs that have quietly slipped from playlists but never entirely disappeared. Music for slow afternoons, warm evenings, and unexpected memories.

Özlem Avcı, Tutku Kaplan und Kollektiv „Çayas“
Özlem Avcı ist Lehrerin an der Stadtteilschule am Hafen, Künstlerin, DJ sowie Teil der Semra-Ertan-Initiative und des Park Fiction Komitees. Sie entwickelt künstlerische und diskriminierungskritische Bildungsprojekte mit einem Schwerpunkt auf kultureller Bildung und der Stärkung der Teilhabe junger Menschen im öffentlichen Raum. Als DJ verbindet sie traditionelle Volksmusik, Diaspora-Pop, anatolischen Rock und Bauchtanzmusik und war unter anderem bei den Lessingtagen am Thalia Theater, House of Namuz Gazino, der Grand Snail Tour sowie auf der Fusion und bei Projekten in der Hamburger Hafenstraße zu hören. Tutku Kaplan ist eine in Hamburg und Dortmund aktive DJ, Künstlerin, Kuratorin und Dozentin, deren genreübergreifende Sets Einflüsse von Hip-Hop, RnB, Arabesk, Jersey Club und Baile Funk verbinden. Sie ist tief verwurzelt in der türkischen Diaspora und Dersim, gibt ihr Wissen im Frauenmusikzentrum weiter, arbeitet im Bereich Fundraising und Veranstaltungsorganisation, gibt DJ Workshops und hat ihren Fokus auf interkulturellen Austausch in der Kulturszene und setzt sich für FLINTA*- und BIPoC-Perspektiven in der Musikszene ein. Mit dem Kollektiv „Çayas“ verbinden beide ihre musikalischen und kulturellen Perspektiven. Gemeinsam schaffen sie einen Raum, in dem unterschiedliche musikalische Einflüsse, Erfahrungen und Erinnerungen zusammenkommen und neue Verbindungen entstehen.

Kunstschule Paula Worpswede
Von 14 bis 17 Uhr lädt Dagmar Welek von der Kunstschule Paula Worpswede Kinder zu einer Blauen Druckwerkstatt ein. Gemeinsam wird mit gesammelten Pflanzen auf Stoff gedruckt und mit den Spuren und Strukturen der Natur experimentiert. Wenn das Wetter es zulässt, entstehen außerdem Sonnendrucke im kleinen Format (15 × 15 cm). Der Workshop ist Teil des Sommerfests der Künstlerinnenhäuser Worpswede am 22. August. Die Teilnahme ist kostenlos – wir freuen uns auf viele neugierige kleine und große Besucherinnen.

Ariana und Benny aus der Bio Markthalle Moorrübe
Achtung: Dringende Warnung vor Genuss auf dem Sommerfest!
Es gibt Gerüchte, dass Künstler:innen nur von Luft, Liebe und Vernissage-Prosecco leben. Ariana und Benny aus der Bio Markthalle Moorrübe sind hier, um dieses Klischee radikal zu widerlegen (oder zumindest mit dem besten Prosecco zu unterstützen).
Sie besetzen dieses Jahr unseren Verpflegungsstand und haben Folgendes im Gepäck:
Vom Garten-Spritz über den offiziellen Künstlerhäuser Signature Drink (Spoiler: Es ist Mimosa, weil Vitamine wichtig sind!) bis hin zu Bier, Wein, Limos und hausgemachtem Eistee.
Frisch gebackene Focaccia, Quiche, authentisches Thai Curry und süße Teilchen (darunter extrem gute vegane Optionen).
Wir übernehmen keine Haftung für spontane Kreativschübe, tiefgründige Gespräche am Stand oder den Griff nach dem zweiten Franzbrötchen.
Kommt hungrig und durstig, geht glücklich!

„>>> OPEN“
Das Projekt „>>> OPEN“ stellt Fragen nach der Widersprüchlichkeit von Zeitlichkeit und Zugänglichkeit von Räumen. Wann wird ein Raum tatsächlich offen, und für wen? Wo endet seine Verwertbarkeit und wo beginnt die Möglichkeit, ihn zu bewohnen, anzueignen oder gemeinsam zu gestalten? Performativ arbeitet spätispäti an dem Wochenende an räumlichen Fragmenten: bauen, werkeln, dekorieren, leben. Durch ihre Handlungen fragen sie danach, wann kapitalisierbare Räume aufhören und wo das Leben anfängt. Sie suchen nach der Schwelle zwischen Leben und Fiktion, nach dem Punkt, an dem spekulierbarer Boden, die scheinbar „wahre“ materielle Welt der Baustoffe, Dekoration, Leben, Kitsch und Fantasie ineinander übergehen. Mit „>>> OPEN“ fragt spätispäti nach der Notwendigkeit bestimmter Räume und danach, wer die Verantwortung trägt, sie zur Verfügung zu stellen.

MOVEMENT & RELEASING SOUNDBATH
Carolin & Franni von @studio_mitte verbinden Bewegung, Körperarbeit und Sound u.v.m. zu ganzheitlichen Erlebnissen, die Raum für bewusste Wahrnehmung, Entspannung und neue Energie schaffen. Am Sonntag verwandeln sie anlässlich des Sommerfestes den Dome in einen Ort für Bewegung, tiefe Entspannung und Sound: Sanfte, fließende Bewegungen bringen Körper und Geist in Einklang, schaffen Raum zum Loslassen und ermöglichen es, den eigenen Körper bewusst zu spüren und ganz bei sich anzukommen. Im Anschluss darf man sich in die Klänge der Kristallklangschalen sinken lassen. Die Schwingungen begleiten in einen Zustand tiefer Entspannung und schenken Raum zum Loslassen, Regenerieren und Auftanken.

SWING by Clarissa Sacchelli and Laura Salerno
Imagine a ball. Everything spins, everything glides, everything swings. The rhythm carries time from one body to another. Each step is a transition to the next, a continuous movement of transfer and transformation. Swing is a performance that emerges from this imagination, taking rhythm as both matter and a form of relation. If a rhythm can violently regulate the time of our bodies, and if our experience of time is often shaped by measure and order, Swing investigates how rhythm might also produce other durations, other intensities, and other ways of inhabiting time and being together. Bringing together an archive composed of social dances that oscillate between control and resistance, presence and absence, repetition and difference, the performance asks how to sustain the tension that exists between two directions, between that which passes through one body to continue in another. Close your eyes and see it. Perhaps rhythm is a way of moving through time. Perhaps dance is a way of insisting on it. Dance, my love. CREDITS By Clarissa Sacchelli, in collaboration with Laura Salerno Dramaturgy: Bruno Levorin Choreography and Rehearsal Assistant: Carolina Callegaro Sound Design: Juliana R., in collaboration with Laura Salerno and Clarissa Sacchelli Company and support: Ana Rita Teodoro, Rosie Isaac, Sabine Macher Photography: @cacafotografia / @BrutaFlorFilmes Production: @ganhapao.xyz Residencies: @le_cnd, @campuspcs Support: TNT – Theater neben dem Turm

LANGUAGE AS PROCESS
LANGUAGE AS PROCESS [WORK IN PROGRESS] by Laura Salerno with Ana Krein, Clarissa Sacchelli, a.clauferreira and Nayara Rodrigues Drawing from the poetic, ethical and political implications of language, the work departs from a glossary developed by Laura Salerno as a way of thinking with and through the embodied knowledge carried by technical labour on stage. In collaboration with Deaf poet Nayara Rodrigues, sign language activist and interpreter Claudia Ferreira, accessibility and dance dramaturg Ana Krein, and choreographer Clarissa Sacchelli; selected concepts from this glossary are reimagined and reinvented in LIBRAS (Brazilian Sign Language), binding meaning and movement. Rather than searching for direct translations, the process asks what happens when concepts are passed between languages, bodies and forms of knowledge; when language is understood not only as a carrier of meaning, but as something spatial, embodied and choreographic. If the research initially asked, “What if we frame technicians’ gestures as dance?”, this working phase expands the question: “What if we frame the movements of language as dance in relation to movement itself as meaning?” CREDITS Concept, glossary and editing: @Laura.Salerno LIBRAS (Brazilian Sign Language) creation: Nayara Rodrigues and Claudia Ferreira Performance: Nayara Rodrigues LIBRAS–Portuguese translation: Claudia Ferreira Dramaturgy: Ana Krein Art direction: @ClarissaSacchelli Video: @AlineBelfort Production assistance: Ana Carolina Yamamoto Production: ganhapao.xyz Support: @HessischeTheaterakademie @nayuda23 a.clauferreira @maredissidentelibras @ana.krein @bergamoteira

Sommerfest 2026 in den Künstler:innenhäusern
Tagung, 11.-13. Juni 2026, Worpswede
Klangkunst: Deaf Moor - silence is nice … but …
Soft Soil – Ecopoetic Conversations
Plural
Säulen der Demokratie
Programm Sommerfest 2025
Ankündigung Sommerfest in den Künstler:innenhäusern
Die Künstlerin Amber Hummel erhält das Worpswede-Stipendium der BURG
Däubler & Däubler
Manche Begegnungen werden mit der Zeit zu einer schönen Gewohnheit. Oder besser: zu einer wiederkehrenden Unterbrechung des Alltags. Däubler & Däubler sind zurück in den Künstlerinnenhäusern Worpswede. Wieder einmal nutzen sie die Zeit hier, um an neuen Kompositionen zu arbeiten. Und wieder einmal verschob sich die Grenze zwischen Arbeitsprozess und Öffentlichkeit ganz beiläufig.

Nina Kristine Kreiner
Nina Kristine Kreiner verwebt digitale Welten mit Leingarn zu Webbildern. Seit 2020 verbindet die Bremer Künstlerin Bildweberei in traditioneller Gobelintechnik mit Motiven aus der digitalen Gegenwart. Für sie ist Bildweben ein Malen mit Fäden, ohne Malerei zu imitieren. Ihre Arbeiten entstehen sehr langsam und mit Geduld aus persönlichen Beobachtungen, alltäglichen Dingen, Trauerbewältigung und auch allem, was Spaß macht. Humor und Trauer dürfen sich dabei ruhig und widerholend begegnen – genauso wie das Unperfekte.

Marcel Werner Naumann
Gegründet von Marcel Werner Naumann mit einer klaren Vision: In einer Welt, in der Konflikte und Spaltung allgegenwärtig sind, bewusst ein Zeichen für frieden, Liebe, Respekt und Zusammenhalt zu setzen. frieden worldwide steht für Menschen, die verbinden statt trennen, Liebe statt Hass verbreiten und daran glauben, dass echter Wandel bei jedem Einzelnen beginnt. Es geht nicht nur darum, Kleidung zu tragen. Es geht darum, eine Botschaft zu tragen. Güte ist keine Schwäche. Güte ist Stärke.

Sarasvati Dasi
Sarasvati Dasi ist Multi-Instrumentalistin und Produzentin/DJ. In ihrer Musik verwebt sie elektronische Klangwelten mit Violine und Gesang zu einem lebendigen Zusammenspiel aus elektronischer Produktion und live improvisierten Momenten.

Projektbüro
Release: „Worpswede Contemporary“ beim Sommerfest Projektbüro hat die Broschüre „Worpswede Contemporary. Kunst im ländlichen Raum: Potenzialanalyse Künstler:innenhäuser Worpswede“ erarbeitet und stellt sie zum Sommerfest vor. Die Studie fragt nach Orten und Räumen künstlerischer Praxis – gestern, heute und im Vergleich mit Worpswede, Deutschland, Europa und der Welt – und entwirft daraus eine Minimalstruktur für die Künstler:innenhäuser. Mit Auszügen aus „Weiterbauen“ von raumlaborberlin, einer Fotostrecke von Miguel Ferraz Araújo und Gesprächen von Dominique Peck und Lisa Marie Zander (projektbüro) u. a. mit Philine und Bhima Griem, sowie mit Merle Radtke (Kunsthalle Münster), Imke Schumacher-Reichert (Worpsweder Museumsverbund), Julia Draganović (Deutsche Akademie Rom Villa Massimo) und Andreas Spechtl (Musiker, Ja, Panik).

Hans Mailand
Schöne Geste von Hans Mailand! Nach Jahren auf der Ersatzbank lässt sich der Musiker mit den markanten Vibes mal wieder einwechseln um die Herzen des Publikums im Sturm zu erobern: patzige Melodien und kerniger Gesang geben den Beat vor. Nach all den Erfolgen noch immer ein Geheimtipp. Gespielt werden die alten Klassiker und unveröffentliches Material. Einmal um die Welt mit Hans Mailand: From somewhere over the rainbow to Worpswede!

Ben Polhill Frizbee
Ben Polhill Frizbee is a London-based sound worker. As one third of „Into the Moss“ (www.intothemoss com), a weekly radio intervention on London’s Resonance FM, drifting through original story, song and sound, Frizbee will be digging deep into his mossy pockets, playing shimmering gems from the fridges of disco; hot house clangers; viable electro-funk; gleaming, choppy EBM & new beat; and acid-inflected shop-floor jams.

Marina Naprushkina
Marina Naprushkina ist eine interdisziplinäre Künstlerin. Sie entwickelt Netzwerke, Strukturen und Räume, die auf Selbstorganisation basieren, und arbeitet sowohl in institutionellen als auch in unabhängigen Kontexten. Sie arbeitet medienübergreifend mit Malerei, Video und Text und verbindet künstlerische Forschung mit langfristiger Infrastrukturarbeit. Im Jahr 2007 gründete sie das Office for Anti-Propaganda, eine Plattform zur kritischen Untersuchung von Machtverhältnissen und der in nationalstaatlichen Strukturen verankerten Gewalt. Naprushkina untersucht Möglichkeiten und Formen der Resilienz, feministische Narrative und Care-Netzwerke, geprägt von intersektionaler und feministischer Kritik.

Stefan Panhans and Andrea Winkler
Since 2016, Stefan Panhans and Andrea Winkler have been working together on transdisciplinary films and video installations whose cinematic moments combine performative with dialogical and musical elements and, expanded into expansive stagings in exhibitions, become hybrid spaces of experience. Phenomena of immaterial work, the self-optimization imperative, hypermediatization and the resurgence of right-wing ideologies shape their works, as do digitalization under the conditions of a backlash towards neo-feudal capitalism and its social and socio-political effects. Formal references to mainstream forms of entertainment such as the musical, streaming series or gaming are cited, but at the same time subverted. Their works are frequently shown and awarded internationally in exhibitions and at film festivals. In 2025/26, they were awarded with the most prestigious award for German artists and artists working in Germany, the Rome Prize Villa Massimo.

Komek
Die Forschungsarbeit Komek folgt den Wegen des Wassers durch Karakalpakstan, Usbekistan. Aus Fotografien, Gesprächen, dokumentarischen Recherchen und gemeinsamem Arbeiten entsteht eine Annäherung an eine Landschaft, deren ökologische Transformation neue Fragen nach territorialem Wissen, Biodiversität und Fürsorge aufwirft. Im Mittelpunkt stehen hyperlokale Praktiken, die Landschaft nicht als Ressource, sondern als lebendiges Beziehungsgeflecht verstehen. Wie bewahren Gesten das Wissen einer Landschaft? Sophie Stanitzek arbeitet an der Schnittstelle von Designforschung, Materialpraxis und hyperlokalem Handwerk. Für Komek lebte und arbeitete sie in der Aralsee-Region Karakalpakstans. Komek Team: Martina Manterola, Sarthak Chakraborty, Makhset Maxmudovich, Sophie Stanitzek (KOMEK entstand im Auftrag von ACDF Usbekistan) Fotos: Sarthak Chakraborty

Otto-Hahn-Straße, Dachau-Ost
Der in Berlin lebende Fotograf Wolfram Hahn wurde bekannt durch die Portraitserien „Entzaubert (2006)“ und „Into the Light (2014-15)“. Beide Arbeiten sind kritische Auseinandersetzungen mit der Nutzung von Medien und der Verortung des Subjekts im sozialen Gefüge. Seine Werke „Plastiktüten (2014-15)“ und „Burgbergstrasse (2017-19)“sind beide im Vexer Verlag erschienen, ersteres unter dem Werktitel „Draussen Dehors Outside“. Sie zeugen von unmittelbarem Einfluss von Ökonomie und Politik auf unser Leben und unsere Umwelt. Hahn wurde für verschiedenste Preise nominiert, unter anderem für den C/O Berlin Talents Award (2007), den World Press Photo Award (2011), den Deutschen Fotobuchpreis (2017) und den Volumes Award (2022). In der Arbeit „Otto-Hahn-Strasse, Dachau-Ost“, beschäftigt sich Wolfram Hahn mit den Oberflächen und Strukturen kapitalistischer Architekturen und Gebäuden der NS-Zwangsarbeit in Dachau und untersucht die Objekte und Räume in direkter Gegenüberstellung nach möglichen Kontinuitäten. Die Fotografien sind 2025 während eines zweiwöchigen Aufenthaltes im Rahmen des Euro-Arts-Stipendiums entstanden und werden nun zum ersten Mal auf dem Sommerfest zu sehen sein.

Vincent Marinovic
Vincent Marinovic is a musician, artist, and quizmaster based in Worpswede and actively involved with Haus 6. For this year’s Summer Festival, he leaves his former DJ alias behind and performs simply under his own name: Vincent Marinovic. Expect a selection of long-forgotten disco and folk summer hits—songs that have quietly slipped from playlists but never entirely disappeared. Music for slow afternoons, warm evenings, and unexpected memories.

Özlem Avcı, Tutku Kaplan und Kollektiv „Çayas“
Özlem Avcı ist Lehrerin an der Stadtteilschule am Hafen, Künstlerin, DJ sowie Teil der Semra-Ertan-Initiative und des Park Fiction Komitees. Sie entwickelt künstlerische und diskriminierungskritische Bildungsprojekte mit einem Schwerpunkt auf kultureller Bildung und der Stärkung der Teilhabe junger Menschen im öffentlichen Raum. Als DJ verbindet sie traditionelle Volksmusik, Diaspora-Pop, anatolischen Rock und Bauchtanzmusik und war unter anderem bei den Lessingtagen am Thalia Theater, House of Namuz Gazino, der Grand Snail Tour sowie auf der Fusion und bei Projekten in der Hamburger Hafenstraße zu hören. Tutku Kaplan ist eine in Hamburg und Dortmund aktive DJ, Künstlerin, Kuratorin und Dozentin, deren genreübergreifende Sets Einflüsse von Hip-Hop, RnB, Arabesk, Jersey Club und Baile Funk verbinden. Sie ist tief verwurzelt in der türkischen Diaspora und Dersim, gibt ihr Wissen im Frauenmusikzentrum weiter, arbeitet im Bereich Fundraising und Veranstaltungsorganisation, gibt DJ Workshops und hat ihren Fokus auf interkulturellen Austausch in der Kulturszene und setzt sich für FLINTA*- und BIPoC-Perspektiven in der Musikszene ein. Mit dem Kollektiv „Çayas“ verbinden beide ihre musikalischen und kulturellen Perspektiven. Gemeinsam schaffen sie einen Raum, in dem unterschiedliche musikalische Einflüsse, Erfahrungen und Erinnerungen zusammenkommen und neue Verbindungen entstehen.

Kunstschule Paula Worpswede
Von 14 bis 17 Uhr lädt Dagmar Welek von der Kunstschule Paula Worpswede Kinder zu einer Blauen Druckwerkstatt ein. Gemeinsam wird mit gesammelten Pflanzen auf Stoff gedruckt und mit den Spuren und Strukturen der Natur experimentiert. Wenn das Wetter es zulässt, entstehen außerdem Sonnendrucke im kleinen Format (15 × 15 cm). Der Workshop ist Teil des Sommerfests der Künstlerinnenhäuser Worpswede am 22. August. Die Teilnahme ist kostenlos – wir freuen uns auf viele neugierige kleine und große Besucherinnen.

Ariana und Benny aus der Bio Markthalle Moorrübe
Achtung: Dringende Warnung vor Genuss auf dem Sommerfest!
Es gibt Gerüchte, dass Künstler:innen nur von Luft, Liebe und Vernissage-Prosecco leben. Ariana und Benny aus der Bio Markthalle Moorrübe sind hier, um dieses Klischee radikal zu widerlegen (oder zumindest mit dem besten Prosecco zu unterstützen).
Sie besetzen dieses Jahr unseren Verpflegungsstand und haben Folgendes im Gepäck:
Vom Garten-Spritz über den offiziellen Künstlerhäuser Signature Drink (Spoiler: Es ist Mimosa, weil Vitamine wichtig sind!) bis hin zu Bier, Wein, Limos und hausgemachtem Eistee.
Frisch gebackene Focaccia, Quiche, authentisches Thai Curry und süße Teilchen (darunter extrem gute vegane Optionen).
Wir übernehmen keine Haftung für spontane Kreativschübe, tiefgründige Gespräche am Stand oder den Griff nach dem zweiten Franzbrötchen.
Kommt hungrig und durstig, geht glücklich!

„>>> OPEN“
Das Projekt „>>> OPEN“ stellt Fragen nach der Widersprüchlichkeit von Zeitlichkeit und Zugänglichkeit von Räumen. Wann wird ein Raum tatsächlich offen, und für wen? Wo endet seine Verwertbarkeit und wo beginnt die Möglichkeit, ihn zu bewohnen, anzueignen oder gemeinsam zu gestalten? Performativ arbeitet spätispäti an dem Wochenende an räumlichen Fragmenten: bauen, werkeln, dekorieren, leben. Durch ihre Handlungen fragen sie danach, wann kapitalisierbare Räume aufhören und wo das Leben anfängt. Sie suchen nach der Schwelle zwischen Leben und Fiktion, nach dem Punkt, an dem spekulierbarer Boden, die scheinbar „wahre“ materielle Welt der Baustoffe, Dekoration, Leben, Kitsch und Fantasie ineinander übergehen. Mit „>>> OPEN“ fragt spätispäti nach der Notwendigkeit bestimmter Räume und danach, wer die Verantwortung trägt, sie zur Verfügung zu stellen.

MOVEMENT & RELEASING SOUNDBATH
Carolin & Franni von @studio_mitte verbinden Bewegung, Körperarbeit und Sound u.v.m. zu ganzheitlichen Erlebnissen, die Raum für bewusste Wahrnehmung, Entspannung und neue Energie schaffen. Am Sonntag verwandeln sie anlässlich des Sommerfestes den Dome in einen Ort für Bewegung, tiefe Entspannung und Sound: Sanfte, fließende Bewegungen bringen Körper und Geist in Einklang, schaffen Raum zum Loslassen und ermöglichen es, den eigenen Körper bewusst zu spüren und ganz bei sich anzukommen. Im Anschluss darf man sich in die Klänge der Kristallklangschalen sinken lassen. Die Schwingungen begleiten in einen Zustand tiefer Entspannung und schenken Raum zum Loslassen, Regenerieren und Auftanken.

SWING by Clarissa Sacchelli and Laura Salerno
Imagine a ball. Everything spins, everything glides, everything swings. The rhythm carries time from one body to another. Each step is a transition to the next, a continuous movement of transfer and transformation. Swing is a performance that emerges from this imagination, taking rhythm as both matter and a form of relation. If a rhythm can violently regulate the time of our bodies, and if our experience of time is often shaped by measure and order, Swing investigates how rhythm might also produce other durations, other intensities, and other ways of inhabiting time and being together. Bringing together an archive composed of social dances that oscillate between control and resistance, presence and absence, repetition and difference, the performance asks how to sustain the tension that exists between two directions, between that which passes through one body to continue in another. Close your eyes and see it. Perhaps rhythm is a way of moving through time. Perhaps dance is a way of insisting on it. Dance, my love. CREDITS By Clarissa Sacchelli, in collaboration with Laura Salerno Dramaturgy: Bruno Levorin Choreography and Rehearsal Assistant: Carolina Callegaro Sound Design: Juliana R., in collaboration with Laura Salerno and Clarissa Sacchelli Company and support: Ana Rita Teodoro, Rosie Isaac, Sabine Macher Photography: @cacafotografia / @BrutaFlorFilmes Production: @ganhapao.xyz Residencies: @le_cnd, @campuspcs Support: TNT – Theater neben dem Turm

LANGUAGE AS PROCESS
LANGUAGE AS PROCESS [WORK IN PROGRESS] by Laura Salerno with Ana Krein, Clarissa Sacchelli, a.clauferreira and Nayara Rodrigues Drawing from the poetic, ethical and political implications of language, the work departs from a glossary developed by Laura Salerno as a way of thinking with and through the embodied knowledge carried by technical labour on stage. In collaboration with Deaf poet Nayara Rodrigues, sign language activist and interpreter Claudia Ferreira, accessibility and dance dramaturg Ana Krein, and choreographer Clarissa Sacchelli; selected concepts from this glossary are reimagined and reinvented in LIBRAS (Brazilian Sign Language), binding meaning and movement. Rather than searching for direct translations, the process asks what happens when concepts are passed between languages, bodies and forms of knowledge; when language is understood not only as a carrier of meaning, but as something spatial, embodied and choreographic. If the research initially asked, “What if we frame technicians’ gestures as dance?”, this working phase expands the question: “What if we frame the movements of language as dance in relation to movement itself as meaning?” CREDITS Concept, glossary and editing: @Laura.Salerno LIBRAS (Brazilian Sign Language) creation: Nayara Rodrigues and Claudia Ferreira Performance: Nayara Rodrigues LIBRAS–Portuguese translation: Claudia Ferreira Dramaturgy: Ana Krein Art direction: @ClarissaSacchelli Video: @AlineBelfort Production assistance: Ana Carolina Yamamoto Production: ganhapao.xyz Support: @HessischeTheaterakademie @nayuda23 a.clauferreira @maredissidentelibras @ana.krein @bergamoteira

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