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EINLADUNG! Tagung, 11.-13. Juni 2026, Worpswede

MAPPING HER* STUDIO Raumverhältnisse und Beziehungsgeflechte: Zeitgenössische kritische Positionen in der Künstlerinnen*forschung Tagungsort: Bötjer'sche Scheune Bauernreihe 3a, 27726 Worpswede Um Anmeldung wird bis zum 27. Mai 2026 gebeten, bitte per Mail unter: stich@msi.uni-bremen.de Der Eintritt ist frei.
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Augenfällig finden in den letzten Dekaden dies- und jenseits des Atlantiks eine Vielzahl von Retrospektiven sowie Einzel- und Gruppenausstellungen statt, die Künstlerinnen* gewidmet sind. Ausstellungen und wissenschaftliche Publikationen, die sich mit Künstlerinnen*, ihrer Abwertung und Ausgrenzung in der Kunstgeschichte befassen, machen sich nicht zuletzt zur Aufgabe, in Vergessenheit geratene Werke im Kunstfeld (erstmals) zu zeigen, zu kontextualisieren bzw. mitunter zu rekontextualisieren. Auf der Suche nach Künstlerinnen*, ihren Werken, Schriften und Arbeitsmaterialien werden Museumsdepots unter die Lupe genommen und Archive durchforstet: Sammlungspräsentationen ordnen Material um, verstaubte Ankaufspolitiken werden neu ausgerichtet – eine Kanonreflexion (manche nennen es: Revision), die im besten Fall zu einer forschungsorientierten, materialbezogenen wie transdisziplinär ausgerichteten Ausstellungs-, Tagungs- und Publikationstätigkeit führt. Währenddessen steigen auf dem Kunstmarkt die Preise für (wieder-)entdeckte Künstlerinnen*.

Einen zentralen Anknüpfungspunkt bilden Künstlerinnen* der historischen westlichen Avantgarden des 20. Jahrhunderts, deren Arbeiten eine Art Referenzsystem für die inzwischen diskriminierungs- und marginalisierungssensible Wissens- und Diskursproduktion darstellen. Eine weitere Perspektivierung bezieht sich auf die Frage nach der Bedeutung und Verortung des (Auto-)Biografischen als feministische Praxis. Der Raum wird somit geöffnet für neue Fragehorizonte im Hinblick auf die Erforschung der Werke von Künstlerinnen*, ihrer Räume, Freund*innenschaften, Netzwerke und Infrastrukturen – dies- und jenseits des zunächst von westlich orientierten Industrieländern des globalen Nordens geprägten Kanons. Auch die Kunstproduktion spiegelt dieses Interesse wider und treibt es weiter, wenn sie sich gegenwärtig an queer-/feministischen, dekolonialen und neomaterialistischen Diskurserzeugungen orientiert, die (wieder) Reproduktions- und Sorgearbeit in die künstlerische Praxis miteinbeziehen.

Mit Blick zurück nach vorn: Die Tagung nimmt den 150. Geburtstag von Paula Modersohn-Becker 2026 zum Anlass, diesen Themenkomplexen einer westlich geprägten Moderne nachzugehen und eine kritische Bestandsaufnahme sowie Standortbestimmung der zeitgenössischen Künstlerinnen*forschung vorzunehmen. Welche Veränderungspotenziale ergeben sich für die Kunstgeschichtsschreibung, ihre Zuordnungen, Klassifizierungen, ihre Genealogien? Inwiefern lassen sich neue Erkenntnisse auf die Verschränkungen zwischen Leben, Raum und Werk – etwa in der Thematisierung von Sorgearbeit für die Kollektivität – eröffnen?
 Die Tagung richtet den Fokus besonders auf die Bedeutungsdimensionen von Ortsbezügen, Raumverhältnissen und Produktionsbedingungen (Großstadt/Land, Atelier, Wohnstatt) und befragt diese Infrastrukturen aus kunstwissenschaftlicher, kuratorischer und künstlerischer Forschungsperspektive.

PROGRAMM

DONNERSTAG, 11. Juni 2026

13:30 – 14:00 Uhr

Welcome

14:00 Uhr 


Grußworte 
 Beate C. Arnold 
 Wissenschaftliche Leiterin und Vorständin der Barkenhoff-Stiftung Worpswede
 Nicole Giese-Kroner Vorsitzende Künstlerinnenverband Bremen, GEDOK Einführung Kathrin Heinz, Elena Zanichelli

14:45 – 15:30 Uhr

Bettina Uppenkamp, Hamburg Faszination des Biografischen. Zur Verschränkung von Heroisierung und Viktimisierung am Beispiel Artemisia Gentileschi

15:30 – 16:15 Uhr

Irene Nierhaus, Wien/Bremen Karten zeichnen und löschen: Aspekte zu Produktionsumgebungen von Künstlerinnen Moderation: Kathrin Heinz

16:15 Uhr – 16:45 Uhr Pause

16:45 – 17:30 Uhr

Ingrid Pfeiffer, Frankfurt a.M. Die Veränderung des Kunstkanons – über das Ausstellen von Künstlerinnen der Moderne

17:30 – 18:15 Uhr

Julia Voss, Berlin War Paula Modersohn-Becker eine Expressionistin? Warum die Kunstgeschichte neue Kategorien braucht! Moderation: Elena Zanichelli Im Anschluss: Empfang im Kaffee Worpswede

20:00 Uhr 


MEGALOPHONIA
 Eröffnung der Videoinstallation in der Großen Kunstschau Worpswede anlässlich 100 Jahre GEDOK 
Begrüßung: Stefan Borchardt

 Feministische Manifeste und politische Dimensionen von Künstlerinnenvereinigungen
 Gespräch mit Elianna Renner, Bremen/Tel Aviv; Norah Limberg, Bremen/Worpswede; Stefan Borchardt, Worpswede
 Moderation: Friederike Bolte und Antonia Stich Im Anschluss: Diskursiver Rundgang durch die Ausstellung Respekt!, Stefan Borchardt

FREITAG, 12. Juni 2026

10:00 – 10:45 Uhr

Yvette Deseyve, Berlin Künstlerinnen ohne Geschichte? Anmerkungen zu Kunstgeschichte und Künstlerinnen des langen 19. Jahrhunderts

10:45 – 11:30 Uhr

Kathrin Heinz, Bremen Alltagskorrespondenzen: Raum(an)sichten und Objektlieben bei Paula Modersohn-Becker und Gabriele Münter Moderation: Imke Schumacher-Reichert

11:30 Uhr – 11:45 Uhr Pause

11:45 – 12:30 Uhr

Philine Griem, Worpswede; Katharina Koch, Berlin 
 Studio Talk I: Leben/Raum/Werk: Infrastrukturen und Beziehungsgeflechte

12:30 – 13:15 Uhr

Feben Amara, Berlin Kooperative Ansätze und Raumstrategien in der Kunstvermittlung

Moderation: Rosanna Umbach

13:15 Uhr – 14:30 Uhr Mittagspause

14:30 – 15:15 Uhr

K. Lee Chichester, Bremen Studio Talks um 1900: Lu Märtens Atelierbesuche im Kontext einer frühen feministischen Kunstkritik

15:15 – 16:00 Uhr

Luise Thieme, Jena How to Write a History of Art and Feminism under Socialism? Über künstlerische Praxis und feministische Bewusstseinsbildung in der DDR Moderation: Amelie Ochs

17:00 Uhr

Mapping Her* Exhibit
 Diskursive Rundgänge durch die Ausstellungen ANGEWANDT. Frau + Design, Haus im Schluh, Berit Müller und Kristina Lohse
 Hautnah. Inès Longevial, Worpsweder Kunsthalle, Cornelia Hagenah
 ich bin/du bist. Menschenbilder, Barkenhoff, Beate C. Arnold und Kathrin Kleibl

Im Anschluss:
 Empfang im Barkenhoff

SAMSTAG, 13. Juni 2026

10:00 – 10:45 Uhr

Susanne Huber, Bremen No Room of One’s Own: Laura Aguilars cámara mestiza

10:45 – 11:30 Uhr

Marta Smolińska, Poznań/Berlin Überall war ich ein wenig fremd: Zwischenräume von Ewa Kuryluk Moderation: Amelie Ochs

11:30 Uhr – 11:45 Uhr Pause

11:45 – 12:45 Uhr

Sibylle Springer, Bremen/Berlin; Leyla Yenirce, Berlin; Ngozi Ajah Schommers, Bremen Studio Talk II: Zwischen Atelier und Wohnstatt: Raumverhältnisse als Produktionsbedingungen Moderation: Norah Limberg

12:45 – 13:45 Uhr Mittagspause

13:45 – 14:30 Uhr

Petra Lange-Berndt, Hamburg Caring for Dust. Marguerite Humeaus alternative Evolution

14:30 Uhr – 15:15 Uhr

Elke Krasny, Wien Mit den Händen arbeiten: das Atelier als re/produktive Infrastruktur Moderation: Elena Zanichelli 16:00 Uhr Künstler*innenhäuser Worpswede: Führung und Apéro Philine Griem, Worpswede Tagungsort: Bötjer‘sche Scheune Bauernreihe 3a 27726 Worpswede Konzept und Projektleitung Kathrin Heinz, Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender Elena Zanichelli, Kunstgeschichtliches Institut an der Philipps-Universität Marburg

Um Anmeldung wird bis zum 27. Mai 2026 gebeten,

bitte per Mail unter: stich@msi.uni-bremen.de

Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen finden Sie hier

Klangkunst: Deaf Moor - silence is nice … but …

Aus der Stille des Teufelsmoors webt der Klangkünstler Emanuele Grossi ein faszinierendes Klangnetz für das Hier und Jetzt. In seinen Live-Performances verbindet er Naturaufnahmen mit Klängen des eigenen Körpers zu einer einzigartigen, elektronischen Komposition.

Soft Soil – Ecopoetic Conversations

Soft Soil – Ecopoetic Conversations Online-Session 11. Dezember, 18:00 Uhr

Plural

We warmly invite you to an afternoon of readings/performances and conversation, focused on our abiding interests, amongst all of us, in feminist forms, feminist (and queer) lineages across time and space, and the politics of language, the possibilities of mis/translation and mis/understanding, opacity, and the plurality of voices that have nourished or provoked our thinking, making, and teaching.

Säulen der Demokratie

Im Rahmen des neuen Stipendienformates "Songs of Serpents - Ecopoetic Zones" kam im September die renommierte Londoner Künstlerin Sophie Seita in die Künstler:innenHäuser Worpswede. Wir sprachen mit ihr über ihre Zeit in Worpswede, Säulen der Demokratie, “Wackligkeit als Position” und wie daraus politisches Engagement entstehen kann und muss.

Programm Sommerfest 2025

Neugierig, was dich beim Sommerfest am 28. Juni 2025 erwartet? Hier findest du das Programm.

Ankündigung Sommerfest in den Künstler:innenhäusern

Am 28. Juni 2025 ab 15 Uhr laden wir herzlich ein auf die Wiese der Künstler:innenhäuser in Worpswede!

Die Künstlerin Amber Hummel erhält das Worpswede-Stipendium der BURG

Die Burg-Absolventin überzeugte die Jury mit der Vielfältigkeit ihrer künstlerischen Leistungen im Bereich Film, Text, Performance und Malerei. Die Künstlerin wird das Stipendium im Oktober 2025 antreten.

Arkadien reloaded?

Die Künstler:innenkolonien Olevano und Worpswede besiegeln Ende Juni 2025 eine historische Partnerschaft.

Open Call: 3. Worpswede-Stipendium für Absolvent:Innen der BURG Halle

Bewerbungsfrist: 4. April 2025 In Kooperation mit den Künstler:Innenhäusern Worpswede e.V. wird zum dritten Mal das Worpswede-Stipendium vergeben! Absolvent:Innen der Kunstabteilung der BURG Giebichenstein Kunsthochschule Halle sind eingeladen, sich für einen dreimonatigen Aufenthalt in den Künstler:Innenhäusern Worpswede zu bewerben.

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